Film: The Void (Kanada, 2016)

Posted in Film on 19. Januar 2017 by ultimaslagrimas

Für einen erfahrenen Horrorfan bietet „The Void“ auf den ersten, flüchtigen Blick wenig Neues: Einen isolierten Schauplatz mit einer kleinen Gruppe dort Eingeschlossener, einen finsteren Kult, der außerirdische Götter anbetet, einen verrückten Wissenschaftler und grässliche Experimente. Doch wie so oft sind es auch in diesem Fall nicht die einzelnen Elemente, sondern deren Zusammenstellung und die Ausführung, die aus wohlbekannten Motive einen lohnenden Film machen.

Sheriff Daniel Carter ist im ländlichen Nordamerika auf Streife, als er an der Straße einen Verletzten entdeckt. Er bringt ihn ins nächste Krankenhaus, wo kurz vor einem geplanten Umzug neben seiner Ehefrau Allison nur noch eine Handvoll Mitarbeiter Dienst tun. Kurz nach seiner Ankunft wird Carter Zeuge eines brutalen Mordes. Von da an gerät das Geschehen in eine sich immer schneller drehende Spirale übernatürlichen Schreckens.

Die Drehbuchautoren und Regisseure Jeremy Gillespie und Steven Kostanski stellen Motive aus mindestens vier Jahrzehnten Horrorfilmgeschichte zusammen: Sie kombinieren Monsterhorror (nebst sehenswerter Tricktechnik), ominöse Visionssequenzen, ein hartes Belagerungsszenario und teils drastische Gore-Effekte. Wider Erwarten funktioniert dieses Aufhäufen bekannter Aspekte sehr gut, baut ein permanentes Gefühl der Bedrohung auf und bringt mehr überraschende als absehbare Wendungen mit sich – bis hin zum Schluss, der gängige Genre-Erwartungen ignoriert und nach langem Aufbau den kosmischen Schrecken für zwei der Hauptcharaktere manifest werden lässt.

Bei alldem ist „The Void“ konsequent grimmig und finster. Es gibt keine Momente komischer Entspannung oder ironischer Brechung. Der Film nimmt sich ernst und fällt damit überraschenderweise nicht auf die Nase. Nur bei der finalen Konfrontation zeigt sich ein wenig die Überschaubarkeit des teils über Crowdfunding zusammengebrachten Budgets. Und in der Rolle des obligatorischen schwangeren Teenagers erweist sich Grace Munro letztlich als Fehlbesetzung. Doch trotz dieser kleinen Makel überzeugt der Film.

Genre: Übernatürlicher Monster-Horror/Body Horror/Siege

Note: 1 bis 2

Fazit: Herbert West – Reanimator (nicht der Film, sondern die Lovecraft-Geschichte von 1922) trifft auf Halloween II (1981) trifft auf Baskin (2015) – eine überraschend gelungene Fusion von Elementen verschiedener Horror-Epochen und -Subgenres.

 

Winter-Lieder: Playlist vom 17. Januar

Posted in Playlist, Info, Klang des Monats, Veranstaltung on 18. Januar 2017 by ultimaslagrimas

In unserer Sendung am Dienstag, 17. Januar, haben Krysa und W.o.11 nach einem Veranstaltungstipp für die Tübinger Schwarze Szene und einer Rückschau auf die meistgespielten Bands des Jahres 2016 in Ultimas Lagrimas eine ganze Latte von Songs mit dem Wort Winter im Titel gespielt. Außerdem gab es noch eine superaktuelle Neuvorstellung des Monats und ein wenig russischen Aggrotech. Insgesamt also eine Mischung wie das Wetter draußen vor den Studiofenstern: Eiskalt. Folgende Stücke gab es zu hören:

  • Plastikstrom – Amok
  • Kryonik Moon – Red Queen
  • Kreuz Koenig – Ungelebt
  • Klirrfaktor – Sieg der Wissenschaft
  • Alphamay – Fade to gray
  • Artesia – L’hiver est là
  • NG-Pro – Winter
  • Hocico – Dead of winter
  • In extremo – Herr Winter stammt vom Kaukasus
  • Theatre of Masquerade – Winterstorm
  • Cruexshadows – Winterborn
  • Lord Belial – Black winter bloodbath
  • Beati Mortui – Winter
  • Popguns – Waiting for the winter
  • Priklochenjia Elektronikow – Zima
  • Wumpscut – Stirb im Winter
  • PreEmptive Strike 0.1 – Killing protocols
  • Mirror of death – Cybernetic Era
  • Nexus VI – Indicator (Sin.thetic Squad Remix)
  • Vinterriket – Das Winterreich

Sendung am 17. Januar

Posted in Info on 17. Januar 2017 by ultimaslagrimas

Nach unserer Weihnachtspause geht es bei Ultimas Lagrimas am Dienstag, 17. Januar, ab 22 Uhr weiter. Wir präsentieren euch die meistgespielten Bands 2016, einen prominenten Veranstaltungstipp, Neuerscheinungen und unsere gewohnten Rubriken, nicht zuletzt die Depeche-Mode-Ecke. Musik folgender Künstler wird dann voraussichtlich zu hören sein: Alphamay, Batalion d’Amour, The Cure, The dark unspoken, Das Ich, Klirrfaktor, Kreuz Koenig, Kryonik Moon, Loewenhertz, Mental Discipline, Mirror of death, Nexus VI, Plastikstrom, Preemptive Strike 0.1 und Suspiria.

Patricia Morrison geboren (1962)

Posted in Historisches on 14. Januar 2017 by ultimaslagrimas

Am 14. Januar 1962 wurde die us-amerikanische Musikerin Patricia Morrison geboren. Sie war Ende der 70er-Jahre in der Punk-Szene von Los Angeles aktiv, hatte ihre 15 Minuten Ruhm aber vor allem als Bassistin und attraktives Aushängeschild der Gothic-Rock-Band Sisters of Mercy zwischen 1987 und 1989. Von 1996 bis 2004 spielte sie dann noch bei den britischen Punkrockern The Damned.

Greg Beckerleg gestorben (2001)

Posted in Historisches on 10. Januar 2017 by ultimaslagrimas

Am 10. Januar 2001 ist Greg Beckerleg mit 49 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Er war unter dem Pseudonym „Bryan Gregory“ Gründungsmitglied und von 1976 bis 1980 Gitarrist der Punkrock-Band „The Cramps“ gewesen.

Die Fliege (1986)

Posted in Historisches on 8. Januar 2017 by ultimaslagrimas

Am 8. Januar 1987 lief in den bundesdeutschen Kinos der Horrorfilm „Die Fliege“ von David Cronenberg an. Dabei handelte es sich um eine optisch deutlich drastischere Neuinterpretation der Kurzgeschichte von George Langelaan, auf der bereits der gleichnamige Film von 1958 mit Vincent Price basierte. Cronenbergs „Body Horror“ funktioniert dabei hervorragend, und selbst der spätestens seit „Jurassic Park“ auf „schräge“ Charaktere abonnierte Jeff Goldblum in der Hauptrolle spielt überzeugend. Sollte man gesehen haben, finden Ultimas Lagrimas.

Candyman (1993)

Posted in Historisches on 7. Januar 2017 by ultimaslagrimas

Am 7. Januar 1993 kam der Horrorfilm „Candymans Fluch“ mit Tony Todd in der Titelrolle und Musik von Philip Glass in die deutschen Kinos. Nach dem originalen „Hellraiser“ ist dies die wohl beste Verfilmung einer Geschichte von Clive Barker.