Archive for the Klang des Monats Category

Bob Moog gestorben (2005)

Posted in Historisches, Klang des Monats on 21. August 2018 by ultimaslagrimas

Am 21. August 2005 ist der Elektrotechniker Robert „Bob“ Moog im Alter von 71 Jahren an einem Gehirntumor gestorben. Er gilt als einer der Pioniere elektronischer Klangerzeugung und bereitete mit seinen modularen Moog-Synthesizern in den 1960er- und 1970er-Jahren den Boden für den Siegeszug elektronischer Musikistrumente und -stile.

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Album: Devil-M – Hollow Earth

Posted in Klang des Monats, Rezension on 22. März 2017 by ultimaslagrimas

Seit dem letzten Album von Devil-M sind schon wieder drei Jahre vergangen. Jetzt ist „Hollow Earth“ da und einer Rezension durch Ultimas Lagrimas wert. Denn wir featuren ja nur Musik, die wir auch gut finden – und hoffen darauf, dass die Band aus Oldenburg endlich mal wieder in unserem südwestdeutschen Sendegebiet live spielt.

Gut gelungen ist Max Meyer und seinen Mitstreitern dieser jüngste Streich. Devil-M bleiben auf „Hollow Earth“ ihrem eigenständigen Stil treu und entwickeln sich trotzdem weiter – nicht jede Band kann das von sich behaupten.


Darktunes/Soulfood * www.devil-m.de * 48:38 min * Avantgarde Industrial Metal

„Hollow Earth“ versammelt 14 Titel mit insgesamt rund 48 Minuten Spielzeit. Beinharte Industrial-Metal-Tracks sind ebenso darunter wie atmosphärisch dichte Dark-Ambient-Ausflüge, und sogar Kompositionen, die sich electro-rockig entfalten.

Treu bleibt sich die Band in ihrer Eigenständigkeit. Klar, Anklänge an Vorbilder lassen sich stellenweise erahnen, aber da wird nicht einfach kopiert, sondern konsequent rekombiniert und neu geschaffen. Ergebnis und Ziel zugleich ist stets ein teils brütende, teils laszive, unterschwellig stets provozierende Stimmung. Auf den Klängen kann man sich vielleicht sporadisch ausruhen, aber nie zur Ruhe kommen.

Dazu trägt bei, dass das von Elmar Schmidt (Centhron) gemischte Album klanglich einen weiteren Schritt nach vorne macht. Druckvoll, ja, brachial kaum: Den Sounds wird in der Produktion stets genügend Raum gelassen, sich zu entfalten, was genau das richtige ist für den avantgardistischen Konzeptansatz von „Hollow Earth“.

Seine volle Stärke entfaltet das Album überraschenderweise in der zweiten Hälfte. Einzelne Songs herauszuheben wird dem Werk jedoch kaum gerecht. Jeder sollte Devil-M eine Chance geben und das Album zur Gänze konzentriert durchhören. Es lohnt sich.

Fazit: Zwischen glühend bedrohlich und stählerner Kälte – „Hollow Earth“ ist ein musikalisches Stimmungsgemälde.

Anspieltipps: Evalslave (Track 12), Rothschild Pt. 1 (Track 8)

Gesamtnote: 1,8

Winter-Lieder: Playlist vom 17. Januar

Posted in Info, Klang des Monats, Playlist, Veranstaltung on 18. Januar 2017 by ultimaslagrimas

In unserer Sendung am Dienstag, 17. Januar, haben Krysa und W.o.11 nach einem Veranstaltungstipp für die Tübinger Schwarze Szene und einer Rückschau auf die meistgespielten Bands des Jahres 2016 in Ultimas Lagrimas eine ganze Latte von Songs mit dem Wort Winter im Titel gespielt. Außerdem gab es noch eine superaktuelle Neuvorstellung des Monats und ein wenig russischen Aggrotech. Insgesamt also eine Mischung wie das Wetter draußen vor den Studiofenstern: Eiskalt. Folgende Stücke gab es zu hören:

  • Plastikstrom – Amok
  • Kryonik Moon – Red Queen
  • Kreuz Koenig – Ungelebt
  • Klirrfaktor – Sieg der Wissenschaft
  • Alphamay – Fade to gray
  • Artesia – L’hiver est là
  • NG-Pro – Winter
  • Hocico – Dead of winter
  • In extremo – Herr Winter stammt vom Kaukasus
  • Theatre of Masquerade – Winterstorm
  • Cruexshadows – Winterborn
  • Lord Belial – Black winter bloodbath
  • Beati Mortui – Winter
  • Popguns – Waiting for the winter
  • Priklochenjia Elektronikow – Zima
  • Wumpscut – Stirb im Winter
  • PreEmptive Strike 0.1 – Killing protocols
  • Mirror of death – Cybernetic Era
  • Nexus VI – Indicator (Sin.thetic Squad Remix)
  • Vinterriket – Das Winterreich

Arctic Sunrise Fan-Remix

Posted in Info, Klang des Monats on 6. Mai 2016 by ultimaslagrimas

Vor etlichen Wochen hat das Label Echozone zu einem Remix-Contest der kommenden Single „200 Souls“ des Synthpop-Duos Arctic Sunrise eingeladen. Leider hat es UltimasLagrimas-Ko-Moderator W.o.11 nicht geschafft, bis zum Einsendeschluss eine eigene Version dieses hörenswerten Songs fertigzubekommen. Doch in der nächsten Live-Sendung am Dienstag, 10. Mai, wird es voraussichtlich zumindest schon einmal eine Vorabversion des „Electric Toys Fan-Remixes“ zu hören geben – und zwar nur für die treuen Hörer eurer Sendung für schwarzbunte Musik!

Arctic Sunrise

Album: Red Storm – Alert

Posted in Klang des Monats, Rezension on 7. April 2016 by ultimaslagrimas

UltimasLagrimas-Gründer Krysa hat schon immer eine Vorliebe für wavige Gitarrenbands aus Osteuropa mit Frauenstimme gehabt. Insofern sollte dieses Werk genau seinen Geschmack treffen. Kurz vor dem offiziellen Veröffentlichungstermin am 8. April haben wir uns durch „Alert“ von Red Storm gehört.
Die polnische Electro-Rock-Formation, gebildet um Frontfrau Agnieszka Lesna, versammelt auf ihrem Erstlingswerk zehn Songs mit 44 Minuten Minuten Spielzeit. Und, das vorweg, darunter sind mindestens vier höchst hitverdächtige Hymnen.

red-storm-alert

Bob Media/Soulfood * redstorm.pl * 44:20 min * Electro-Rock

Um nicht Hals über Kopf Loblieder anzustimmen: „Alert“ wird sicher nicht jedem gefallen. Das Album ist griffig, fast gefällig und zugleich sehr transparent gemixt, unter anderem von This-Mortal-Coil-Legende John Fryer. Wer ausschließlich auf brachialen Industrie-Metal steht, dem ist das Werk höchstwahrscheinlich zu poppig.
Alle anderen aber sollten die Scheibe aufgeschlossen angehen und sich vor allem durch den prägnanten, facettenreichen, kräftigen Gesang einnehmen lassen. Es gibt in der „Schwarzen Szene“ leider viel zu viele Trällermädchen, die hauptsächlich wegen ihres Aussehens am Mikrofon stehen – nicht so Agnieszka, die mit ihrer Stimme unumstritten den Dreh- und Angelpunkt der Band wie auch dieses Albums darstellt. Die Vielfalt ihres gesanglichen Ausdrucks (jetzt kommt also doch der Lobgesang) ist bestechend, ihre Bandbreite reicht vom gängigen Rocktimbre über Lady Gaga bis hin zu Marilyn Mansons hypothetischer Schwester.
Was die Musik betrifft: Electro und Rock, Synth-Sounds und Gitarrenklänge stehen in den zehn Songs auf „Alert“ gleichberechtigt nebeneinander. Mal schleppende, mal treibende E-Drums, pulsierende Bass-Sequenzen, flirrende 8-Bit-Arpeggios, schneidende Saw-Leads sowie gezielt eingesetzte Chor- und Streicher-Samples verleihen dem Album schillernde Farben. Düstere, aggressivere Akzente setzen brettharte Gitarrenriffs, die indes weniger dominant und mit leichterer Hand eingestreut sind als bei Agnieszkas voriger Band Desdemona.
Passt das alles zusammen? Absolut! Das Album hat keine Ausreißer nach unten, sondern bietet dem Hörer im besten Sinne aufregende Unterhaltung. Sollte man doch einmal mit den Gedanken abschweifen, so packt einen die Stimme der Sängerin spätestens beim nächsten Refrain wieder am Kragen, um einen freundlich, aber bestimmt auf die Musik hinzuweisen.
Spannend wird sein, Red Storm auf deutschen Konzertbühnen zu erleben. Das wird die Nagelprobe werden, ob Agnieszka und ihre Mannen den einnehmenden Eindruck des Studioalbums auch live hervorrufen können. Wir hoffen und vermuten: Ja!

Fazit: Geschliffener, teils hymnischer Rock, fast zu brillant, um „Indie“ zu sein. Anhören? Durchhören!

Anspieltipp: Anymore (Track 7)

Gesamtnote: 1,7

Album: The Saint Paul – Days without rain

Posted in Klang des Monats, Rezension on 14. Februar 2016 by ultimaslagrimas

Nun ist es also erschienen, das erwartete Neuwerk der sympathischen Elektro-Pop/Wave-Formation The Saint Paul: „Days without rain“. Und man wird schnell auf eine wunderschöne Reise durch die elektronische, dunkle Musikwelt mitgenommen. Ultimas Lagrimas stellen euch die CD mit einer Rezension vor.

Die zum Trio gewachsene Gruppe schafft es gekonnt, einen Bogen zu spannen vom bezaubernden Elektrowave der 80er, in der wohl der Großteil der Band musikalisch sozialisiert wurde, über die Clubtauglichkeit vieler 90er-Jahre-Projekte, bis hin zu aktuellen Rhythmen. Von clubtauglichen liedern bis hin zu verträumten, melancholischen Songs ist alles vertreten, sodass selbst Gitarrenfetischisten wie meinereiner von dieser CD begeistert sein können.

TheSaintPaul_DaysWithoutRain

Infacted Records * www.thesaintpaul.de * 58:58 min * Electro Pop

Vergleiche mit den alten Heroen Camouflage oder Mesh sind nicht von der Hand zu weisen – und das meine ich positiv. In einer zeit, in der die Schwarze Szene musikalisch vielfach in Belanglosigkeit und Massentauglichkeit zu versinken droht, hebt sich „Days without rain“ hervor und zeigt, dass es auch anders gehen kann, selbst wenn das Rad sicher nicht neu erfunden wird – aber wer kann das schon von sich behaupten?
Die CD entfaltet ihren Charme weniger durch das Hören einzelner Songs, sondern wirkt als Gesamtwerk und stimmiges Album. Okay… mit „White unicorn“ ist The Saint Paul dann doch ein Hit gelungen, der sich aus dem Werk heraushebt.

Anspieltipp: White unicorn (Krysa), Neon Light (W.o.11)

Fazit: Ein rundum gelungenes Elektropop-Album, welches als Gesamtwerk seine besondere Stärke zeigt

Note: eine grundsolide 1,5

Die meistgespielten Bands 2015

Posted in Info, Klang des Monats, Playlist on 30. Dezember 2015 by ultimaslagrimas

In der letzten Ausgabe von Ultimas Lagrimas brachten Krysa und W.o.11 euch nicht zuletzt ein „Best of“ der meistgespielten Bands des Jahres 2015 in unserer Sendung. Folgende Titel hörtet ihr:

  • Motörhead – Victory or die
  • Nachtgeschrei – Die Geister, die uns riefen (3x) *
  • Saltatio Mortis – Maria (3x) *
  • Stars Crusaders – Supermarket Signs (Interface Remix) (3x) *
  • Metallspürhunde – Operation Bildersturm (3x) *
  • Eisregen – Elektrohexe (4x) *
  • Bit Trash Riot – Proteus IV (5x) *
  • PreEmptive Strike 0.1 – Astral god race (5x) *
  • Solitary Experiments – Epiphany (8x) *
  • Los Pasajeros – Pasajero (8° Pasajero Mix)
  • Shock Therapy – Hate is a 4-letter word (live)
  • Apoptygma Berzerk – Non stop violence
  • Illuminate – Der Torweg
  • Lacrimosa – Alles Lüge
  • London after Midnight – Kiss
  • Sex Pistols – Anarchy in the UK
  • Soft Cell – Tainted love
  • Hall Of Souls – Red Sky
  • Desireless – Voyage Voyage
  • The Dark Unspoken – She’s dead

* Diese Bands waren die acht meistgespielten 2015 in Ultimas Lagrimas. In Klammern dahinter steht jeweils, wie oft wir Songs von der betreffenden Gruppe 2015 im Programm gehabt haben.

Solitary Experiments

Solitary Experiments – meistgespielt 2015 bei Ultimas Lagrimas