Archiv für Februar, 2012

Buch: Der Cthulhu-Mythos 1917-1975

Posted in Rezension on 26. Februar 2012 by ultimaslagrimas

Lovecraft, Howard Phillips et. al.: Der Cthulhu-Mythos 1917-1975, Leipzig 2002, Festa Verlag; 270 Seiten

Wer erwartet, mit diesem Sammelband die wichtigsten, weil Eckpfeiler des Cthulhu-Mythos‘ darstellenden Texte Lovecrafts und seiner Epigonen zu erhalten, wird enttäuscht werden. Sicher, alle 13 enthaltenen Geschichten lassen sich dem ja erst durch den mit „Der Windläufer“ ebenfalls vertretenen August Derleth kodifizierten Mythos-Kanon zuordnen. Und der Schwerpunkt der Autoren dieser Zusammenstellung liegt auch auf dem sogenannten „Lovecraft-Zirkel“ von Autoren, in dessen Korrespondenz sich das den Mythos definierende Hintergrundkonzept formte.

Doch der Band beinhaltet trotzdem keinen einheitlichen Themenbereich, etwa Geschichten, die sich ausschließlich direkt mit dem Großen Alten Cthulhu befassen, wie man erwarten könnte. Vereinigendes Element sind vielmehr der mit zwei Texten Lovecrafts („Dagon“ und „Cthulhus Ruf“) vorgegebene Sprachstil sowie die Atmosphäre der Geschichten.

Dies ist trotz der fehlenden inhaltlichen Klammer die Stärke des Bands: Anhand der enthaltenen Werke lässt sich die stilprägende Wirkung von H.P. Lovecraft auf zeitgenössische Horror-Schriftsteller und Nachfolger gleichermaßen sehr gut nachvollziehen.

Spannend zu lesen sind die Geschichten allemal, obgleich ihr Stil nicht nur faktisch alt ist, sondern nach heutigen Lesegewohnheiten auch überwiegend alt wirkt. Doch wer als Leser gezielt nach einem Buch mit dem Namen Lovecraft auf dem Einband greift, wird genau dies wohl auch erwarten und Gefallen daran finden.

Bewertung: 2

Zur Rezension von Der Cthulhu-Mythos 1976-2002

Album: Arkona – Slovo

Posted in Rezension on 23. Februar 2012 by ultimaslagrimas

Die heidnischen Metaller um Frontfrau Masha aus Russland warten mal wieder mit einem neuen Werk auf. Der Titel heisst übersetzt Wort. Und so wird hier auch altslawischen, heidnischen Mythen ausgiebig Raum gegeben. Allerdings in der heimischen Sprache und das macht hier deutlich einen nochmaligen Wiedererkennungswert aus.

Napalm Rec/Edel * www.arkona-russia.com * 0:57:23 h * Pagan Folk Metal

Seit einigen Jahren verfolge ich nun schon die Veröffentlichungen dieser Band und muss sagen, sie werden immer besser und besser. Und nun ernten sie auch im Rest der Welt endlich, was ihnen schon lange gebührt.

Die Mischung aus slawischer Folklore und düsterem Metal ergibt ein phantastisches Hybrid. Die Stimme von Masha, die praktisch alle Gesangsparts selber einsingt, variiert von Growl über normalen Gesang bis hin zu den deutlich höher intonierten, altslawischen Folkloregesängen. Man hat sich auch zahlreicher volksümlicher Instrumente bedient und somit ergibt das ganze Album ein geschlossenes, tolles Werk an sich. „Stenka na stenku“ ist ein wahrer folkpunkiger Smashhit.

Einziger Kritikpunkt: Frontfrau Masha sollte künftig auf den toten Fuchs,den sie immer um den Hals hängen hat verzichten. So einen Mist braucht niemand. Definitiv!

Fazit: ein geschlossenes, tolles Werk

Gesamtnote: 1,5

Album: Clockwork Spirit – Clockwork Spirit

Posted in Rezension on 17. Februar 2012 by ultimaslagrimas

Nochmals ein Debut einer Gruppe aus Suomi liefern uns die Herren vom Danse Macabre-Label hiermit.

Die selbstbetitelte Scheibe ist ein bizarrer Mix aus Metal, Blackmetal, Industrial und Goth-Anklängen. Das alles sehr finster dargeboten mit metallischem Gesang, doch es entwickelt sich zu einem furiosen Gebräu, das sowohl Schwarzkittel als auch die Kopfschüttlerfraktion begeistern dürfte.

Nichts aussergewöhnliches , aber ein grundsolides Debüt der Mannschaft aus dem Land der 1000 Seen. Man darf gespannt sein auf die weitere Entwicklung.

Danse Macabre * www.clockworkspirit.com * 0:44:02 h * Gothic Metal

Fazit: eine schöne Neuentdeckung

Gesamtnote: 2-