Archiv für April, 2014

Überblick über die Rezensionen

Posted in Info, Klang des Monats on 29. April 2014 by ultimaslagrimas

Die Liste, die einen Überblick über die Platten gibt, die das Team von Ultimas Lagrimas rezensiert hat, wurde nach langen Monaten endlich einmal wieder aktualisiert. Ein halbes Dutzend neuer Rezensionen sind darin jetzt aufgeführt, dafür aber ein paar im Rückblick möglicherweise zu gut oder zu schlecht bewertete Scheiben herausgefallen.

Wie entstehen die aufgeführten Noten? Nach mehrfachem Durchhören gibt es zwei zeitlich getrennte, weitere Durchläufe, bei denen jeder Titel eine separate Bewertung erhält (gerade Schulnoten von 1 bis 6). Aus diesen Bewertungen wird ein Durchschnittswert berechnet, der die Gesamtnote eines rezensierten Albums ist.

Wichtiger als diese Zahl ist jedoch das Fazit in jeder Rezension. Und ohnehin gilt: Was uns nicht gefällt, wird weder in  der Sendung gespielt noch rezensiert!

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Cover des Monats (22/4/14)

Posted in Cover des Monats on 28. April 2014 by ultimaslagrimas

Freunde gepflegter Neuinterpretationen bekannter Titel dürften an der Sendung vom 22. April ihre Freude gehabt haben. Folgende Cover-Versionen waren darin zu hören:

  • Chinese Theater – Cambodia; im Original von Kim Wilde
  • Flat Pack – Sweet child of mine; im Original von Guns’n’Roses
  • Edenfeld – Tainted love; im Original von Gloria Jones
  • Zoon Politicon – Blind vision; im Original von Blancmange
  • Die Krupps & Client – Der Amboss; im Original von Visage
  • Deviant UK – We Have A Technical; im Original von Gary Numan

In der Tat, das ist schon sehr 80er-lastig. Aber wir können unsere Wurzeln eben nicht verleugnen.

Synthetischer Frühling am 22. April

Posted in Playlist on 22. April 2014 by ultimaslagrimas

Vorproduziert im Electric-Toys-Studio brachten wir euch am Dienstag, 22. April, eine synthetische Frühlingssendung mit folgenden Stücken:

  • Oberer Totpunkt – Sei auf der Hut
  • Antilles – Longing for the spring
  • Kid Kasio – The reason
  • Marlow – Inside outside
  • Composition of sound – Let’s get together
  • Depeche Mode – Puppets (Remix)
  • Chinese Theater – Cambodia
  • Flat Pack – Sweet child of mine
  • Edenfeld – Tainted love
  • Blancmange – Blind vision
  • Zoon Politicon – Blind vision
  • Zoon Politicon – Moments
  • Mesh – Hold it together
  • Anne Clark – Now (Implant Remix)
  • Concrete Rage – Face to Face (Inline.Sex.Terror Remix)
  • Stahlschlag – Tanz des Terrors
  • Die Krupps & Client – Der Amboss
  • Deviant UK – We Have A Technical
  • Diorama – Advance
  • Davantage – Split & Shatter (Hazy clouds)
  • Karl Bartos – 15 Minutes Of Fame
  • Welle:Erdball – Wir hören mit
  • Patenbrigade:Wolff – Die Ungenauigkeit
  • Poisoncut – Space Drive
  • Das Ich – Kannibale (Agapesis Remix)
  • The Unterschicht – Butterfly
  • Galahad – Way to Tara

Jajaja… beim Aufnehmen der Moderation hat W.o.11 ein paar Titel anzusagen vergessen. Aber deshalb gibt es ja diese Liste für euch, gell?

Cover des Monats (25/3/14)

Posted in Cover des Monats on 19. April 2014 by ultimaslagrimas

In der Sendung am Dienstag, 25. März, war ein Cover-Song zu hören:

  • Dark Shadows – Eisbär; im Original von Grauzone

Album: Oberer Totpunkt – Desiderat

Posted in Klang des Monats, Rezension on 2. April 2014 by ultimaslagrimas

„Da hätte ich jetzt nicht auf Oberer Totpunkt getippt“, sagte Krysa, als das UltimasLagrimas-Team zum ersten Mal gemeinsam in die neue Scheibe hineinhörte. „Desiderat“, das vierte Album der Gruppe, ist seit Mitte März im Handel – und jetzt gibt es von uns die dazugehörige Rezension.

Bettina Bormann und Michael Krüger , das Paar hinter Oberer Totpunkt, sind mit „Desiderat“ ihrem Stil treu geblieben, haben sich aber trotzdem weiterentwickelt. Zu den typischen Titeln mit mal kühl, mal eindringlich rezitierten Texten gesellen sich in ansehnlichem Umfang tanztauglich aufbereitete Stücke. Die Mischung ist außerordentlich gut gelungen, und Oberer Totpunkt hätten es verdient, neben ihren bereits vorhandenen Anhängern nun auch die Clubgänger der Szene für sich zu gewinnen.

Oberer Totpunkt - Desiderat

Danse Macabre/Alive * www.totpunkt.com * 44:04 min * Avantgarde-EBM

„Desiderat“ vereint elf Stücke mit einer Spieldauer von knapp einer Dreiviertelstunde. Der Stil changiert dabei von fast klassischem EBM über vertonte Gedichte und minimal-kalkuliertes Futurepop-Destillat bis hin zu Früh-90er-Electro-Wave á la Invincible Spirit.

Trotz dieser Bandbreite bleibt es immer unverkennbar Oberer Totpunkt. Dafür sorgt allein schon der analytische, deutschdozentinnenhaft wortgewandte Sprechgesang Bettina Bormanns, der sich durch alle Titel wie ein roter Faden zieht.
Dass die Scheibe reduziert arrangiert und druckvoll produziert ist, hilft „Desiderat“ von den Vorgängeralben abzuheben. Nicht dass jene schlecht wären – im Gegenteil. Aber die Stücke sind insgesamt weniger verspielt, mehr auf den Punkt. Die früher stärkeren E-Musik-Anklänge vermisst man kaum, obgleich ohne einen einzigen überlangen Titel eines der Markenzeichen der bisherigen drei Alben fehlt.

Auch inhaltlich überzeugt das Werk: Ob sozialkritische Bestandsaufnahme oder Abgründe der Hassliebe – die Vokalistin gibt den Themen eine charakteristische Prägung und Tiefe in Wortwahl und Ausdruck, an denen andere Formationen allzu oft pathetisch und plakativ scheitern. So und nicht anders macht man Musik und Texte für Erwachsene.

Fazit: „Desiderat“ ist schon jetzt als einer der Höhepunkte des musikalischen Jahrs 2014 zu erkennen. Oberer Totpunkt behält darauf seine Unverkennbarkeit, könnte aber dank des Hitpotenzials von gut einem Drittel der Platte auch neue Hörer erschließen – im Club genauso wie auf der heimischen Anlage.

Anspieltipp: Das Leben wartet nicht auf dich & Fremde Seele (Tracks 5 & 9)

Gesamtnote: 1,7