Archive for the Veranstaltung Category

Nervenbeisser am 8. März 2019 in Stuttgart

Posted in Veranstaltung on 8. Oktober 2018 by ultimaslagrimas

Die NDH-Band Nervenbeisser haben wir bei Ultimas Lagrimas schon gelegentlich gespielt. Schön zu hören, dass Olaf und Walter im kommenden Jahr auch den Rand unseres terrestrischen Sendegebiets beehren: Am Freitag, 8. März, werden sie als Vorgruppe von Oomph! Im Wizemann in Stuttgart auftreten. Der Eintritt kostet 32,95 Euronen.

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Knee-deep in the headbangende Fan-Masse

Posted in Rezension, Veranstaltung on 7. Mai 2018 by ultimaslagrimas

Oder: Traitor live. Eine kurze Manöverkritik.

Die eine Hälfte des Moderatoren-Teams von Ultimas Lagrimas war am Samstag, 5. Mai, abends noch fit genug, um sich einen musikalischen Leckerbissen zu gönnen: Für die vier Jungs von Traitor stand die Bühnenpremiere ihres neuen Albums im Tübinger Epplehaus an.

„Einlass-Stopp“ war schon früh an der Eingangstür zu lesen, das Epplehaus ausverkauft. Ja, das wisse man, die Balinger würden jede Menge Fans mitbringen, sagte mir drinnen ein Bekannter, nachdem die netten Leute am Einlass mich als Medienvertreter freundlicherweise trotzdem noch eingelassen hatten.

Im Untergeschoss stieß ich nach kurzer Suche und kurzem Händedruck von Gitarrist Gerd dann auf Andreas, Stimme, Kopf und Schlagwerk unserer Lieblings-Thrasher von der Zollernalb. Er hatte für mich die neue Vinyl-LP und ein Thrash-Commando-T-Shirt mitgebracht. Sehr nett, sich nach vielen Jahren des Mail-Kontakts endlich mal persönlich zu begegnen und die Sprechstimme zu hören (in sympathischem Schwäbisch).

Kurz nach 23 Uhr wurde es im oberen Saal dann laut: Mit Traitor!Traitor!-Rufen begrüßten die Fans Andreas, Gerd, Lorenz und Matthias zum kurzen Soundcheck. Die Gitarren wie immer etwas zu dominant, aber was soll’s, es klang zumindest sauber (aus dem Balinger Sonnenkeller fünf Jahre zuvor war ich weniger gewohnt).

Dann war die Bühne leer und das von Andreas angekündigte Live-Intro erklang: Ein kurzes Hörspiel mit Synchronsprecher Kai Taschner („Traitor? Was für ein blöder Name!“) bewies, dass sich die Band selbst nicht zu ernst nimmt – das ist eines der Elemente, die sie ungeachtet aller Härte von Musik, Texten und Plattengrafiken sympathisch macht.

Und dann ging’s mit dem Titelsong vom aktuellen Album (nebst Doom-Intro) auch schon los: Song auf Song, kein großes Gelaber dazwischen, immer in vollem Tempo, immer mit vollem Druck. Gut anderthalb Stunden lang (plus Zugabe) feuerten Andi und seine Bande Mosh-Hit auf Schredder-Track in den kleinen Raum, in dem kaum ein Durchkommen war. Viele der Songs funktionieren live deutlich besser als von Platte und zeigen damit, dass man die Thrash-Heroen vom Eyach-Ufer am besten bei einem Konzert erleben sollte – um so mehr, wenn man von der Bassdrum auch was hört und diese nicht weitgehend heruntergemischt wird (ein weiterer, kleiner Tadel an den Mischermann!).

Traitor zeigten im Epplehaus, welche Bühnenerfahrung sie von mehr als 100 Auftritten inzwischen haben. Denn bei aller erkennbaren Anstrengung, von der schweißtriefende Haare und Leiber bei Musikern und headbangenden Fans gleichermaßen zeugten, wirkte der Auftritt insgesamt wie eine wilde, fröhliche Party, bei der die Leute sowohl auf und als auch vor der Bühne einen riesigen Spaß hatten. Selbst zwei ganz hinten stehende Metaller, die offensichtlich für eine der beiden Vorbands gekommen waren und beim Intro noch über die Balinger Buben frotzelten, ließen sich schnell mitreißen und streckten bald begeistert die Pommesgabeln in die Höhe.

Traitor live, das ist Musik aus der Szene, mit der Szene und für die Szene – anders kann man das nicht sagen. Wer Thrash Metal mag, sollte den nächsten Auftritt des Quartetts nicht verpassen.

Traitor bangen im Epple (5. Mai)

Posted in Veranstaltung on 5. Februar 2018 by ultimaslagrimas

Obwohl unsere Lieblings-Thrasher von Traitor dieses Jahr auf Wacken spielen sollen, werden sie auch in unserer Region zu erleben sein: Am Samstag, 5. Mai, im Tübinger Epplehaus. Da gehen wir hin!

Traitor Matthias & Lorenz

Traitor spielen Wacken

Posted in Veranstaltung on 22. Dezember 2017 by ultimaslagrimas

Frohe Kunde können wir allen Fans unserer UltimasLagrimas-Lieblings-Thrasher von Traitor aus Balingen bringen: Das famose Quartett ist jetzt als eine derjenigen Bands bestätigt, die zwischen 2. und 4. August 2018 beim berühmten Wacken Open Air spielen werden. Aber auch näher an der Heimat sind Andreas, Gerd, Lorenz und Matthias 2018 zu erleben. Und ganz kurzfristig auf: Am Samstag, 23. Dezember, beim Nuclear Winterstorm Festival in der Klause in Rottenburg.

Winter-Lieder: Playlist vom 17. Januar

Posted in Info, Klang des Monats, Playlist, Veranstaltung on 18. Januar 2017 by ultimaslagrimas

In unserer Sendung am Dienstag, 17. Januar, haben Krysa und W.o.11 nach einem Veranstaltungstipp für die Tübinger Schwarze Szene und einer Rückschau auf die meistgespielten Bands des Jahres 2016 in Ultimas Lagrimas eine ganze Latte von Songs mit dem Wort Winter im Titel gespielt. Außerdem gab es noch eine superaktuelle Neuvorstellung des Monats und ein wenig russischen Aggrotech. Insgesamt also eine Mischung wie das Wetter draußen vor den Studiofenstern: Eiskalt. Folgende Stücke gab es zu hören:

  • Plastikstrom – Amok
  • Kryonik Moon – Red Queen
  • Kreuz Koenig – Ungelebt
  • Klirrfaktor – Sieg der Wissenschaft
  • Alphamay – Fade to gray
  • Artesia – L’hiver est là
  • NG-Pro – Winter
  • Hocico – Dead of winter
  • In extremo – Herr Winter stammt vom Kaukasus
  • Theatre of Masquerade – Winterstorm
  • Cruexshadows – Winterborn
  • Lord Belial – Black winter bloodbath
  • Beati Mortui – Winter
  • Popguns – Waiting for the winter
  • Priklochenjia Elektronikow – Zima
  • Wumpscut – Stirb im Winter
  • PreEmptive Strike 0.1 – Killing protocols
  • Mirror of death – Cybernetic Era
  • Nexus VI – Indicator (Sin.thetic Squad Remix)
  • Vinterriket – Das Winterreich

Sarkom, The Stone, F41 und Isvind im VFRR Grosserlach

Posted in Rezension, Veranstaltung on 31. Oktober 2016 by ultimaslagrimas

Schon vor geraumer Zeit hat DJ Krysa seinem schwarzmetallischen Drang gefrönt und ein Festival in seiner Heimatstadt besucht. Hier die „Frontberichterstattung“.

Nach mehreren, erfolglosen Versuchen haben unser Schwäbisch-Hall-Korrespondent und Interviewkollege Jan und ich es endlich hinbekommen, dieses Kleinod von Musikclub aufzusuchen: Zwischen Backnang und Schwäbisch Hall liegt das kleine Vereinsheim und veranstaltet beständig Underground-Black Metal- Konzerte mit sehr erlesenen, internationalen Größen dieses Genres. Zeit also, bei einem Heimatbesuch dem Teil mal einen Besuch abzustatten.

Die Location liegt neben der örtlichen Schule und sieht nun mal gar nicht so aus, wie man sich einen schwarzmetallischen Höllenschlund vorstellt, in dem gleich das Inferno zu toben beginnt. Hatte eher was von einer Mischung aus Kleintierzüchterclub und Jugendhaus. Dennoch ein ehr sympathischer, kleiner Laden mit sehr humanen Getränkepreisen und fachkundigem Publikum.

Etwa 100 bis 150 Damen und Herren versammelten sich, um den ersten Act des Abends zu bestaunen: F41 aus Deutschland überraschten mit ihrem depressiv-suizidalen Black-Metal-Gemisch. Die komplett maskierte Truppe überzeugte spielerisch enorm und eröffnete so den Abend.

Nach kurzer Pause dann Sarkom aus Norwegen.Mit Corpsepaint und wahrer Psychoattitüde gingen die Herren zu Werke und überzeugten vor allem mit sehr hohem Wiedererkennungswert ihrer Songs. Teils waren hier und da sehr rock’n’rollige Elemente mit dabei. Mit viel Pomp und Klischee (riesiges umgedrehtes Kreuz und so) beendeten die Herren aus dem Norden ihren Set, um dann den Serben von The Stone den Stab weiterzureichen.

The Stone, die mich vor allem auf ihren CDs überzeugten, wirkten an diesem Abend sehr experimentell und sperrig. War es nur die Laune des Abends oder wegweisend für die Zukunft. Trotz alledem dennoch guter Black Metal mit sehr überzeugendem Drummer.

Danach musste das Gesangsmikro für den kleinwüchsigen Sänger von Isvind besorgniserregend tief geschraubt werden. Und die Norweger legten los, als wenn sie keine Gefangenen machen wollen. Der Wutzwerg am Mikro gab alles und die schweigsamen Holzfällerrecken um ihn herum lieferten die Rhythmuskost. Teilweise sehr crustig angehauchter BM-Sound fegte zum Abschluss des Abends alles weg.

Fazit: Ein sehr gelungener Abend mit tollen Bands, Merchandise und korrekten Preisen. Ein Dank an den Veranstalter für die gelungene Show. Wir kommen wieder, keine Frage.

(VFRR steht übrigens für „Verein zur Förderung des Rock’n’Roll; Anmerkung der Redaktion)

Ultimas Lagrimas beim Bang Your Head

Posted in Rezension, Veranstaltung on 24. Oktober 2016 by ultimaslagrimas

Im Sommer hat Meister Krysa unter anderem das regionale Metal-Festival Bang Your Head in Balingen besucht. Sein Bericht zeigt, dass die harten Riffs zur Kernkompetenz von Ultimas Lagrimas gehören. In der Sendung haben wir zeitnah darüber gesprochen, jetzt gibt’s die Rezension auch schriftlich im Weblog.

Mitte Juli war mal wieder das lokale Metallerfestival in Balingen angesagt, und bei einem solchen Heimspiel durfte man dann natürlich auch diesen unschlagbaren Vorteil nutzen: Kein Dahinvegetieren in klammen Zelten und Büchsenkost, sondern schön die Musikpausen in der eigenen Heia verbringen – das zunehmende Alter macht auch vor den Großmeistern von Ultimas Lagrimas keinen Halt.

Da das Arbeitslager der Warm-Up-Show mächtig in die Suppe spuckte, konnte man erst an Tag 2 die heilige Arena des guten Musikgeschmacks erklimmen. Der Besucherandrang war recht groß, aber bei dem diesjährigen famosen Line-Up kein Wunder. Schön einmal mehr das friedfertige Miteinander der Fans und die gute Stimmung.

Minuspunkt dieses Jahr leider war der Sound. Dieses Manko zog sich durch fast das ganze Festival. Oft sehr leise im Vergleich zu artverwandten Veranstaltungen und vor allem in der Halle war es bisweilen Sound-Matsch.

Highlights für mich an diesem Tag auf jeden Fall Slayer, die sehr zu überzeugen wussten, sowohl musikalisch als auch von der Bühnendeko (inklusive Jeff-Hannemann-Gedächtnis-Transparent). Sehr kommunikativ war der gute Herr Araya nicht, aber so ließ man eher die Taten sprechen. Sehr schön. Neben neuen Songs des Repentless-Albums wurden auch die alten Gassenhauer gespielt. Gute Mischung, gute Band.

Davor konnten mich auch die Briten von Carcass noch sehr überzeugen.Sehr gute Liveband. Nach Slayer ging es noch ab in die Halle zu Equilibrium und meinen Lieblingsungarn Ektomorf. Equilibrium litten massiv unter dem schlechten Sound, den der Mischer veranstaltete. Sehr schade, da ich die Band eigentlich sehr schätze. Warum dann das Publikum weitestgehend die Halle mied, als das magyarische Abrisskommando die Bretter betrat, bleibt mir unerschlossen. Zoli und Co. waren wieder die pure Rohheit und Energie. Phantastische Band. Danach war erstmal Schlusspfiff für diesen Tag.

Am Freitag erstmal Kumpel und Kollege Jürgen/Skeptic Sense und einige Ex-Bandkollegen getroffen, Inti für die Sendung gemacht (man ist schließlich zum Arbeiten zugegen) und wichtigen Dingen wie der Musikakquise gewidmet (damit es in der Sendung wieder was Neues auf die Lauscher gibt).

An diesem Mittag war für uns dann eher Vergangenheitsbewältigung angesagt: Mit Sacred Reich, Metal Church, Annihilator und Testament warteten einige Hochkaräter und konnten durchweg überzeugen. Die Spannung stieg, denn Twisted Sister und Dee Snyder baten zum ultimativen, letzten Tanz und die Menge vor der Bühne nahm immens zu (auch außerhalb des Geländes). Twisted Sister enttäuschten bei ihrem letzten Abgesang nicht: Perfekter Imbissbudenmetal meets Tunt’n’Roll at its best. Irre Energieleistung des Metallrentners.

Leider erwies sich der Getränkekauf als fatal, so dass man bei diesem Andrang den Rest der Crew verlor. Zum Abschluss noch kurz in die Halle und Metzelsuppe mit Grave. Auch ganz nette Liveband.

Der Samstag war nur für einen Kurzbesuch anberaumt, da familiäre Pflichten den Abend einnahmen. Zusammen mit dem Sohnemann wurde mittags noch Girlschool genossen. Wieder sehr geiler Auftritt der vier Damen und auch die nachfolgenden, sehr goth-lastigen Delain hatte ich gar nicht so gut in Erinnerung. Dem Lütten hat es auch gefallen. So muss sein. Und nächstes Jahr sieht man sich hoffentlich wieder. Schönes Festival, anyway.