Archiv für Februar, 2018

Album: Black Veil Brides – Vale

Posted in Rezension on 24. Februar 2018 by ultimaslagrimas

Seit kurzer Zeit werden Ultimas Lagrimas nun auch vom Vertrieb Die4ma bemustert, und als erste Promo kam dann auch gleich die nagelneue Scheibe der Black Veil Brides aus Ohio ins Funkhaus. Hatte ich die Band bis dato überhaupt nicht auf dem Schirm, so muss ich gleich am Anfang schon bekunden: Asche auf mein Haupt.

Republic Records * www.blackveilbrides.net * Emo Metal

Vom Intro an packt einen die Scheibe gleich richtig und weiß über die gesamten 12 Tracks zu überzeugen. Keine füller – ein sehr abwechslungsreiches, hitverdächtiges Gesamtwerk nimmt seinen Lauf.

Der gute Herr Biersack (der heisst wirklich so – aber die yankees werden das wahrscheinlich etwas anders wahrnehmen) und seine vier Mitstreiter bringen ein furioses Gebräu aus
Emo, Metal, Punk, einer prise Goth und J-Rock an den Start, das vor allem durch seine Ohrwurmqualitäten besticht. als Vergleich fallen einem Bullet for my valentine und Konsorten, Volbeat oder einige der angesagten japanischen Kapellen wie Calmando Qual oder D’espairs Ray ein.

Es fällt schwer, einen oder zwei Anspieltips herauszufiltern, bei der Dichte an hits. Das zwischenzeitlich fünfte Werk der Truppe wird hoffentlich zu weiterer Bekanntheit beitragen und ich muss eingestehen, die letzten Jahre definitiv diese Band verpasst zu haben.

Fazit: Gute melodien, guter Gesang und definitiv eine CD, die in meinem Player öfter erscheinen wird.

Anspieltipps: When they call my name, The last one und our destiny

Gesamtnote: eine wohlverdiente und gern vergebene 1

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Album: Phil Campbell and the Bastard Sons – The age of absurdity

Posted in Rezension on 19. Februar 2018 by ultimaslagrimas

Der Waliser Phil Campbell dürfte dem ein oder anderen Zeitgenossen aus seiner Zeit bei der Legende motörhead, für die er ab 1983 die Klampfe bedient hat, geläufig sein. Da der Gute auch nach Lemmys Ableben nicht untätig sein möchte, packte er sich kurzerhand seine Familienbande, sprich drei Söhne, addiert einen Sangesmann hinzu und spielt für das Donzdorfer Label Nuclear Blast kurzerhand dieses Kleinod an Musik ein: „The age of absurdity“

Nuclear Blast * www.philcampbell.net * Hardrock’n’Roll

Mochte am Anfang der Funke bei mir nicht ganz überspringen, so entwickelt das gute Teil bei mehrmaligem Hören druckvolle Stärke. Auch wenn nicht Motörhead draufsteht, ist irgendwie doch motörhead drin, und seine Altlasten kann der Herr aus Pontypridd wahrhaftig nicht verdrängen. Das ist auch gut so und die motörheadlastige Dampframme nimmt Fahrt auf.

Gut, die blueslastigen Einlagen sind nicht wirklich my cup of tea, werden aber durch die ungestüme Power durchaus adäquat ausgeglichen. Handwerklich ist es eine rundum solide Angelegenheit und auch die Kids haben offenbar ihre Hausaufgaben gemacht. Die stimme des Sängers kann dann auch mit etwas mehr Varietät aufwarten als die des verblichenen Altmeisters Lemmy. Letztlich einfach ein grundsolides Gebräu aus Metal, Blues, Hardrock und Rock’n’roll. Kurzum, wer Motörhead mochte, wird sich nach kurzem Zögern auch sehr gut mit dieser Scheibe anfreunden. Manchmal braucht es eben länger, wie bei mir.

Fazit: Wirkt retardierend, dann aber richtig.

Anspieltipps: Skin and bones, Welcome to hell

Gesamtnote: 2

Joy Division Special am 13. Februar

Posted in Info, Playlist on 13. Februar 2018 by ultimaslagrimas

Aus der Konserve, nichtsdestrotrotz recht zeitaktuell: DJ Krya und W.o.11 haben euch am 13. Februar eine Show mit einigen Neuvorstellungen sowie einem kleinen Special zu Joy Division präsentiert. Zu hören waren darin folgende Songs:

  • Thought Criminals – No love song
  • Indochine – Station 13
  • Indochine – La vie est belle
  • Indochine – Kimono dans l’ambulance
  • Schwarzschild – In meinem Blut (Minor Einers 80er Remix)
  • Black Forest – Greed
  • In good faith – About a life
  • Black Veil Brides – Wake up
  • Letzte Instanz – Wellenreiter
  • P0rn – She holds my will (Heartlay Remix)
  • The Cascades – Ground Zero
  • The Cascades – Phase 4
  • Rosetta Stone  – The witch
  • The Cure – Charlotte Sometimes
  • Warsaw – They walked in line
  • Joy Division – Dead souls
  • New Order – Dreams never end
  • Joy Division – Love will tear us apart (Pennine Version)
  • Kismet – Love will tear us apart
  • In good faith – Love will tear us apart
  • Nachtblut – Lied für die Götter
  • Mirexx – Inside you (Blood on the dancefloor Remix)
  • Solaris – Revenge
  • Elias Michaels – Das Boot (EBM Mix)

Album: Indochine – 13

Posted in Rezension on 7. Februar 2018 by ultimaslagrimas

Weihnachten, Geburtstag und Ostern an einem Tag: Gottvater Nikola Sirkis ist mit seinem Album Nummer 13 wieder auferstanden und dies sehr beeindruckend. Dank meiner netten Arbeitskollegin Ifa aus Madagaskar, die mir dieses Heiligtum aus Frankreich mitgebracht hat, konnte ich mich endlich mit dem lang erwarteten Album auseinandersetzen.

Indochine Records * indo.fr * New Wave

Das 1981 von den beiden Sirkis-Zwillingen gegründete Projekt schien Ende der 90er nach Stéphane Sirkis‘ Tod dem Ende entgegenzuschippern, begleitet von weniger überzeugenden Alben in diesen Jahren. Doch Nikola Sirkis‘ Kreativität kehrte zurück Anfang der 2000er, als er den ursprünglichen New Wave und Synthpop aufpeppte durch Soundelemente a la Nine Inch Nails oder Placebo und auch mehr auf Gitarren setzte, was dem antiquierten Sound seiner Truppe durchaus wieder Leben einhauchte.

Mit dem Album „13“ kehrt man zum ursprünglichen 80er-Stil zurück, nahm die Gitarren etwas raus und konzentrierte sich eher auf die melancholischen und elektronischen Momente, ohne aber zu sehr antiquiert zu wirken. Indochine transportieren den Sound der 80er in einem modernen Gewand, gesanglich ohnehin über jeden Zweifel erhaben und trotz allem mit der Punkattitüde, die die Band immer schon auszeichnetet hat und mit der sie auch ständig kokettierten.

Es ist ein sehr starkes, sehr überzeugendes Album, das auch hoffentlich eines Tages in unseren Breitengraden endlich die Anerkennung bekommt, die die gesamte Band seit über 35 Jahren verdient hätte. In Frankreich touren Indochine durch ausverkaufte Stadien und haben Legendenstatus, in Deutschland kennt sie immer noch kaum jemand. Ein Verlust für alle freunde der guten Musik.

Fazit: Ein Hammeralbum ohne einen Ausfall.

Anspieltipp: Eigentlich die ganze CD, aber besonders Station 13.

Gesamtnote: Eine glatte 1 mit Sternchen für Meister Sirkis.

Album: They’re gods children – Losing paradise

Posted in Rezension on 5. Februar 2018 by ultimaslagrimas

Diese CD wurde uns von der Band „They’re gods children“ aus dem Rhein-Neckar-Raum selber zugesandt, und so langsam muss ich auch mein müdes Gesäß erheben, um endlich die wohlverdiente Rezi zu verfassen.

Record jet * www.the-children.net * Wavepop

Das Trio bezeichnet den Stil als Mix aus Wave, Pop, Romantic und einer Prise alten britischen Punks. Letzteres schiebe ich mal eher auf die Attitüde, denn das Album wartet eher mit sehr ruhigen, schönen, wavig verträumten Klängen auf, die mich beim ersten Anhören schon gleich an alte sowjetische Avantgarde/Wave-Bands aus den Achtzigern erinnern (zum Beispiel Kino). Aber vor allem an die alte Sowjetkapelle Akvarium kommt man sehr nahe, auch gesanglich (man vergleiche nur den Song Gosudariyuna mit den Songs dieses Albums – toll!). Die Band selber kannte diese Formationen zwar nicht, aber eine Ähnlichkeit ist definitiv da.

28 Songs sind auf dem Album „Losing paradise“ enthalten. Es fällt schwer, einen davon herauszuheben. Auch hier wirkt das Album als Gesamtes. einfach schöne, düster angehauchte Musik zum zurücklehnen und genießen. Mir gefällt das alles sehr gut und ich würde mich auch freuen, weiterhin von den jungs zu hören.

Fazit: Eine tolle CD für den ruhigen Abend daheim.

Anspieltipp: Die ganze CD anhören und genießen.

Gesamtnote: 1,5

Traitor bangen im Epple (5. Mai)

Posted in Veranstaltung on 5. Februar 2018 by ultimaslagrimas

Obwohl unsere Lieblings-Thrasher von Traitor dieses Jahr auf Wacken spielen sollen, werden sie auch in unserer Region zu erleben sein: Am Samstag, 5. Mai, im Tübinger Epplehaus. Da gehen wir hin!

Traitor Matthias & Lorenz

Neue Rezensionen

Posted in Info on 4. Februar 2018 by ultimaslagrimas

Meister Krysa hat die vergangenen Wochen nicht nur fleißig neue Musik angehört, sondern auch vier aktuelle Scheiben rezensiert. Die neuesten Rezensionen sollen im Lauf der nächsten Tage nach und nach hier im Weblog online gehen. Songs von den betreffenden Alben sind teilweise bereits in Ultimas Lagrimas gelaufen oder werden dies noch tun

Eine Kurzübersicht der von uns in den vergangenen Jahren besprochenen Veröffentlichungen findet ihr hier. Und wir verweisen darauf: Nur Scheiben, die uns gefallen, würdigen wir auch mit einer richtigen Rezension – was in der Liste steht ist also von Krysa oder W.o.11 für gut befunden worden.

Original by Anne-Marié Bouche, BY-NC-SA-2.0