Archive for the Rezension Category

Album: Qntal – VIII Nachtblume

Posted in Rezension on 31. Oktober 2018 by ultimaslagrimas

Das achte Album der Formation Qntal ist bereits im März 2018 erschienen und wir haben es in Ultimas Lagrimas vorgestellt. Nun gibt es auch endlich die dazugehörige Rezension online.

Drakkar Entertainment * qntal.de  * Darkpop/Mittelalter-Elektro

Nach den beiden epochalen Meisterwerken I und II hatte ich die Band eigentlich bereits zu den Akten gelegt, da sich eine gewisse Langeweile eingeschlichen hatte. Sicher wurde auch weiterhin künstlerisch wertvolle Musik geboten, aber diese war nicht jedermanns Sache.

Auf ihrem achten Release finden Qntal überraschenderweise zu alter Würde und Größe zurück. Ihr Mix aus Darkpop und Mittelalter-Elektro beginnt wieder zu wirken.

Wunderschöne Melodien untermalt von düsteren Dancebeats und einer verzaubernden Stimme ebnen den Weg durch dieses schöne Album. „Nachtblume“ kann ohne weiteres als vertontes Kunstwerk bezeichnet werden und weiß mehr zu überzeugen als viele der derzeit tätigen Genre-Kollegen.

Die Messlatte wird hier von Qntal wieder sehr hoch gelegt und ich freue mich über die Renaissance dieser Band, habe ich doch damals schon ihre ersten Werke geliebt. Clubtaugliche Melodien und eine musikalische Reise durch Traumwelten lösen sich ab.

Fazit: Einfach schön.

Anspieltipp: Die finstere Nacht

Gesamtnote: 1-

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Album: Ektomorf – Fury

Posted in Rezension on 27. Oktober 2018 by ultimaslagrimas

Die ungarische Abrissbirne aus der Region Bekescsaba ist wieder da – und wie! Zoli Farkas und seine Mitkämpfer warten mit ihrem neuen Album auf und treten dabei, im Vergleich zu den Vorgängern, wieder mächtig das Gaspedal durch.

AFM Records * www.ektomorf.com * Thrashcore/Groove Metal

In der Vergangenheit immer wieder als Soulfly-Plagiat verschrien, kann man diese Vorwürfe eigentlich nicht wirklich verstehen. Man tut damit dieser fleißigen, energischen Band einfach Unrecht.

Ektomorf sind ein grooviger Vertreter in Sachen Thrashcore und legen auf dem Album los wie die Feuerwehr. Rohe Gewalt trifft auf brachiale Energie und hypnotische Eingängigkeit. Die Energie der 90er wird in unsere Zeit transportiert. Diese zeichnet die Band auch live auszeichnet wird 1 zu 1 auf den Longplayer übertragen. Ektomorf machen da keine Gefangenen und ich muss hier gar nicht viele Worte verlieren.

Fazit: Diese Scheibe ist ein Muss für alle Freunde der heftigeren Gangart. Absolute Kaufempfehlung!

Anspieltipps: Prophet of doom/AK-47

Gesamtnote: 1 mit Sternchen

Album: Letzte Instanz – Morgenland

Posted in Rezension on 26. Oktober 2018 by ultimaslagrimas

Die Brachialfolkloristen von Letzte Instanz sind zurück. Ich war angenehm überrascht von dem aktuellen Album, hatte ich diese Band eigentlich schon gar nicht mehr auf dem Schirm gehabt. Die letzten Releases waren weitestgehend an mir vorbeigerauscht. Umso überraschter war ich nun vom Neuling Morgenland.

AFM Records * www.letzte-instanz.de * Folk-Rock/Crossover

Textlich, musikalisch und vor allem gesanglich markiert dieser Longplayer einen wahren Quantensprung in der Vita der Band. Angereichert durch mehr härtere Gitarren, eine leichte Rücknahme des folkigen Anspruchs, ein klares textliches Konzept und eine deutlich verbesserten Gesangsleistung weiß dieses Album von Beginn an den Hörer zu faszinieren.

Man spricht offen über den derzeitigen Werteverfall, Aufkommen brauner Tendenzen, Fremdenfeindlichkeit und dumpfe Deutschtümelei. Dabei nimmt man kein Blatt vor den Mund und das ist auch gut so und mehr als ein musikalisches Zeichen.

Letzte Instanz nehmen in diesem abwechslungsreichen Album die Hörer mit auf eine schöne musikalische Reise. Ich hätte nie gedacht, dass ich einem Album der Band mal eine 1- verabreiche, tue dies aber hier sehr gerne. In Vorfreude auf weitere Machwerke der Band.

Fazit: Weiter so, ihr seid auf einem guten Weg.

Anspieltipp: Mein Land/Wellenreiter

Gesamtnote: 1-

Neue Rezensionen

Posted in Info, Rezension on 25. Oktober 2018 by ultimaslagrimas

Bis Monatsende wird noch ein kleiner Schwung von Rezensionen online gehen, die DJ Krysa bereits länger geschrieben hatte. Die rezensierten Alben sind allesamt bereits erschienen und in Ultimas Lagrimas vorgestellt worden, aber zum Nachlesen findet ihr die Texte nun hier im Blog.

Album: Grober Knüppel – Futter für die Aussortierten

Posted in Rezension on 22. Oktober 2018 by ultimaslagrimas

DJ Krysa benötigt in der Regel nur wenige Sätze, um deutlich zu machen, wie gut ihm eine Platte gefällt. Klar, dass wir bei Ultimas Lagrimas Songs von „Futter für die Aussortierten“ bereits in der Sendung hatten.

Der grobe Knüppel schlägt wieder zu, und das mit Macht.

Asphalt Records * www.der-gk.de * Hardcore/Crossover

Mit Brachialität, Melodie und 10000 Volt Energie überrennt diese Scheibe die Hörerschaft, gepaart mit einigen gut eingefädelten sperrigeren Parts. Hier gibt es eine satte Mischung aus Punk, Hardcore und Metal im typischen Endachtziger-Gewand und textlich immer auf die Zwölf. Grober Knüppel eben. Der Name ist hier buchstäblich Programm.

Die Scheibe ist auf jeden Fall weniger straight als der Vorgänger, aber dennoch druckvoll und erwachsener. Viele der Tracks zünden bereits beim ersten Anhören und ich brauche hier gar keine großen Worte verlieren: Die CD ist klasse und erhält ohne Probleme die Ultimas-Lagrimas-Empfehlung.

Fazit: Der Knüppel hat zugeschlagen und getroffen.

Anspieltipps: Dem kalten Land ein brennendes Herz/ Mädchen aus der Platte

Gesamtnote: 1-

Album: Settle Your Scores – Better luck tomorrow

Posted in Rezension on 11. Oktober 2018 by ultimaslagrimas

…und hier kommt die nächste Rezension auf der vom UltimasLagrimas-Webmaster und Textdoktor W.o.11 verschleppten Reihe. Diese Scheibe ist bereits im April erschienen.

Das zweite Album der Yankees Settle Your Scores wartet mit einer Mischung aus Hardcore, Punk, Pop und sehr viel Emo auf: Zwölf Songs, die locker von der Hand gehen und mit viel Melodie und Härte aufwarten.

Sharp Tone Records * www.settleyourscores.net * Emo-Punk?

SYS erfinden hier das Rad sicher nicht neu und bieten eine sehr cleane Aufnahme, dennoch kommt beim Hören keine Langeweile auf. Die Combo hat durchaus einen Hang zu eingängigen Melodien und auch die Emoparts (hoffe, ihr versteht jetzt, was ich meine) sind gewählt eingesetzt, so dass der Hörer eineschöne Scheibe geboten bekommt.

Sicher nichts für die große Masse, aber Freunde dieses Musikgenres werden sehr viel Freude an dieser Produktion haben. Die Scheibe wird sich desöfteren in meinem CD-Schacht finden und somit ergeht an euch eine Kaufempfehlung.

Anspieltipps: Dead man stalking, Rise/fall

Gesamtnote: eine sehr solide 2

Buch: Greg Bear – Blutmusik

Posted in Rezension on 8. September 2018 by ultimaslagrimas

Bear, Greg: Blutmusik, Wilhelm Heyne Verlag, München 1988

An der Schnittmenge zwischen Hard SF, Transhumanismus und Body Horror bewegt sich Greg Bears Roman „Blutmusik“ aus dem Jahr 1985. Er handelt im wesentlichen davon, wie ein Gentechniker seinen Körperzellen zu Intelligenz verhilft und diese beginnen, alles Leben auf der Erde umzuwandeln.

Bear erzählt diese zugleich faszinierende und verstörende Geschichte mit einer kleinen Zahl von Protagonisten, die das welt- und realitätsverändernde Geschehen weitgehend unabhängig voneinander erleben. Dies tut er schriftstellerisch überzeugend, fast wissenschaftlich nüchtern, in kompakten Szenen, die immer nur wesentliche Ereignisse und Veränderungen skizzieren.

Bear drängt dem Rezipienten keine Bewertung des Geschehens auf, sondern zeigt lediglich, wie die unterschiedlichen Akteure darauf reagieren. Das ist viel eindrücklicher, als wenn der Autor eine schlichte Katastrophengeschichte mit Standardfiguren verfasst hätte. Und es regt den Leser dazu an, sich über das Ende des Buchs hinaus gedanklich mit der Geschichte zu befassen.

Fazit: Das Buch liest sich fast wie ein Sachbericht, und dabei doch fesselnd.

Note: 1