Album: Phil Campbell and the Bastard Sons – The age of absurdity

Der Waliser Phil Campbell dürfte dem ein oder anderen Zeitgenossen aus seiner Zeit bei der Legende motörhead, für die er ab 1983 die Klampfe bedient hat, geläufig sein. Da der Gute auch nach Lemmys Ableben nicht untätig sein möchte, packte er sich kurzerhand seine Familienbande, sprich drei Söhne, addiert einen Sangesmann hinzu und spielt für das Donzdorfer Label Nuclear Blast kurzerhand dieses Kleinod an Musik ein: „The age of absurdity“

Nuclear Blast * www.philcampbell.net * Hardrock’n’Roll

Mochte am Anfang der Funke bei mir nicht ganz überspringen, so entwickelt das gute Teil bei mehrmaligem Hören druckvolle Stärke. Auch wenn nicht Motörhead draufsteht, ist irgendwie doch motörhead drin, und seine Altlasten kann der Herr aus Pontypridd wahrhaftig nicht verdrängen. Das ist auch gut so und die motörheadlastige Dampframme nimmt Fahrt auf.

Gut, die blueslastigen Einlagen sind nicht wirklich my cup of tea, werden aber durch die ungestüme Power durchaus adäquat ausgeglichen. Handwerklich ist es eine rundum solide Angelegenheit und auch die Kids haben offenbar ihre Hausaufgaben gemacht. Die stimme des Sängers kann dann auch mit etwas mehr Varietät aufwarten als die des verblichenen Altmeisters Lemmy. Letztlich einfach ein grundsolides Gebräu aus Metal, Blues, Hardrock und Rock’n’roll. Kurzum, wer Motörhead mochte, wird sich nach kurzem Zögern auch sehr gut mit dieser Scheibe anfreunden. Manchmal braucht es eben länger, wie bei mir.

Fazit: Wirkt retardierend, dann aber richtig.

Anspieltipps: Skin and bones, Welcome to hell

Gesamtnote: 2

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