Album: Indochine – 13

Weihnachten, Geburtstag und Ostern an einem Tag: Gottvater Nikola Sirkis ist mit seinem Album Nummer 13 wieder auferstanden und dies sehr beeindruckend. Dank meiner netten Arbeitskollegin Ifa aus Madagaskar, die mir dieses Heiligtum aus Frankreich mitgebracht hat, konnte ich mich endlich mit dem lang erwarteten Album auseinandersetzen.

Indochine Records * indo.fr * New Wave

Das 1981 von den beiden Sirkis-Zwillingen gegründete Projekt schien Ende der 90er nach Stéphane Sirkis‘ Tod dem Ende entgegenzuschippern, begleitet von weniger überzeugenden Alben in diesen Jahren. Doch Nikola Sirkis‘ Kreativität kehrte zurück Anfang der 2000er, als er den ursprünglichen New Wave und Synthpop aufpeppte durch Soundelemente a la Nine Inch Nails oder Placebo und auch mehr auf Gitarren setzte, was dem antiquierten Sound seiner Truppe durchaus wieder Leben einhauchte.

Mit dem Album „13“ kehrt man zum ursprünglichen 80er-Stil zurück, nahm die Gitarren etwas raus und konzentrierte sich eher auf die melancholischen und elektronischen Momente, ohne aber zu sehr antiquiert zu wirken. Indochine transportieren den Sound der 80er in einem modernen Gewand, gesanglich ohnehin über jeden Zweifel erhaben und trotz allem mit der Punkattitüde, die die Band immer schon auszeichnetet hat und mit der sie auch ständig kokettierten.

Es ist ein sehr starkes, sehr überzeugendes Album, das auch hoffentlich eines Tages in unseren Breitengraden endlich die Anerkennung bekommt, die die gesamte Band seit über 35 Jahren verdient hätte. In Frankreich touren Indochine durch ausverkaufte Stadien und haben Legendenstatus, in Deutschland kennt sie immer noch kaum jemand. Ein Verlust für alle freunde der guten Musik.

Fazit: Ein Hammeralbum ohne einen Ausfall.

Anspieltipp: Eigentlich die ganze CD, aber besonders Station 13.

Gesamtnote: Eine glatte 1 mit Sternchen für Meister Sirkis.

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