Film: Cold Skin (Spanien/Frankreich, 2017)

Ein namenloser Gelehrter soll als Wetterbeobachter auf eine einsame Insel im Nordmeer und dort den vorherigen Diensthabenden ersetzen. Statt jenem trifft er jedoch auf einen verrohten Leuchtturmwärter und dessen humanoidem „Schoßhund“. Schon in der ersten Nacht wird seine Hütte von unheimlichen Wesen aus dem Meer heimgesucht.

Nach dieser Exposition entfaltet sich ein merkwürdig unentschlossener, stellenweise prätentiöser Film, der vor allem durch seine bemerkenswerte Ausstattung und beeindruckende Arbeit mit dem Licht optisch besticht. Weniger aber durch seine als Kammerspiel inszentierte Handlung, die in verschiedenen Phasen die Genres Horror, Drama und Fantasy durchläuft, aber die Ereignisse nicht in letzter Konsequenz zu einem Gesamtwerk zusammenführt. Das ist bedauerlich, da Cold Skin vielschichtige inhaltliche Elemente bietet: Den isolierte Schauplatz des Leuchtturms (man denke an Three Skeleton Key); die äußere Bedrohung (lovecraftsche Tiefe Wesen), die letztendlich eine kleinere Gefahr darstellt als die Spannungen zwischen dem Neuankömmling, dem Grimmigen und der Exotin; die verbale und physische Gewalt in dieser Dreiecksbeziehung; die seelischen Verletzungen aller drei Protagonisten, die im Film bestenfalls angedeutet werden.

Genre: Fantasy-Drama

Note: 3

Fazit: Zu einem großartigen Film fehlt es an einer ordnenden Hand, die nicht nur visuell Sehenswertes geschaffen, sondern die vorhandenen Elemente und Szenen auf den Höhepunkt hin geleitet hätte.

 

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