Sarkom, The Stone, F41 und Isvind im VFRR Grosserlach

Schon vor geraumer Zeit hat DJ Krysa seinem schwarzmetallischen Drang gefrönt und ein Festival in seiner Heimatstadt besucht. Hier die „Frontberichterstattung“.

Nach mehreren, erfolglosen Versuchen haben unser Schwäbisch-Hall-Korrespondent und Interviewkollege Jan und ich es endlich hinbekommen, dieses Kleinod von Musikclub aufzusuchen: Zwischen Backnang und Schwäbisch Hall liegt das kleine Vereinsheim und veranstaltet beständig Underground-Black Metal- Konzerte mit sehr erlesenen, internationalen Größen dieses Genres. Zeit also, bei einem Heimatbesuch dem Teil mal einen Besuch abzustatten.

Die Location liegt neben der örtlichen Schule und sieht nun mal gar nicht so aus, wie man sich einen schwarzmetallischen Höllenschlund vorstellt, in dem gleich das Inferno zu toben beginnt. Hatte eher was von einer Mischung aus Kleintierzüchterclub und Jugendhaus. Dennoch ein ehr sympathischer, kleiner Laden mit sehr humanen Getränkepreisen und fachkundigem Publikum.

Etwa 100 bis 150 Damen und Herren versammelten sich, um den ersten Act des Abends zu bestaunen: F41 aus Deutschland überraschten mit ihrem depressiv-suizidalen Black-Metal-Gemisch. Die komplett maskierte Truppe überzeugte spielerisch enorm und eröffnete so den Abend.

Nach kurzer Pause dann Sarkom aus Norwegen.Mit Corpsepaint und wahrer Psychoattitüde gingen die Herren zu Werke und überzeugten vor allem mit sehr hohem Wiedererkennungswert ihrer Songs. Teils waren hier und da sehr rock’n’rollige Elemente mit dabei. Mit viel Pomp und Klischee (riesiges umgedrehtes Kreuz und so) beendeten die Herren aus dem Norden ihren Set, um dann den Serben von The Stone den Stab weiterzureichen.

The Stone, die mich vor allem auf ihren CDs überzeugten, wirkten an diesem Abend sehr experimentell und sperrig. War es nur die Laune des Abends oder wegweisend für die Zukunft. Trotz alledem dennoch guter Black Metal mit sehr überzeugendem Drummer.

Danach musste das Gesangsmikro für den kleinwüchsigen Sänger von Isvind besorgniserregend tief geschraubt werden. Und die Norweger legten los, als wenn sie keine Gefangenen machen wollen. Der Wutzwerg am Mikro gab alles und die schweigsamen Holzfällerrecken um ihn herum lieferten die Rhythmuskost. Teilweise sehr crustig angehauchter BM-Sound fegte zum Abschluss des Abends alles weg.

Fazit: Ein sehr gelungener Abend mit tollen Bands, Merchandise und korrekten Preisen. Ein Dank an den Veranstalter für die gelungene Show. Wir kommen wieder, keine Frage.

(VFRR steht übrigens für „Verein zur Förderung des Rock’n’Roll; Anmerkung der Redaktion)

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