Film: Don’t breathe (USA/Ungarn 2015)

Dieser Film des uruguayanischen Regisseurs Fede Alvarez ist weder ein Standard-Hollywood-Schocker noch künstlerisch stilisierter Arthaus-Grusel, und er greift auch keine ausgefallenen, historisch-kulturellen Ideen auf. Vielmehr ist „Don‘t breathe“ ein grundsolider, handwerklich sorgfältig gefilmter und geschnittener Thriller, der das bekannte Home-Invasion-Szenario clever auf den Kopf stellt: Drei junge Delinquenten brechen ins letzte noch bewohnte Haus eines verfallenden Detroiter Viertels ein. Nach ihrem Zusammentreffen mit dessen Bewohner, einem blinden Kriegsveteranen, wollen die Halbstarken aus dem Gebäude flüchten. Und dann folgt die eigentliche Wendung der Geschichte, die mehr als die ungeschönt dargestellte Gewalt den Film auch für den Zuschauer unangenehm werden lässt.

„Don‘t breathe“ folgt, bereits in der ersten Einstellung absehbar, der Genre-Konvention des „Final Girl“. Diese Rolle ist die bereits zweite Zusammenarbeit von Jane Levy mit Fede Alvarez nach dem selbst hartgesottene Horrorfans blass werden lassenden „Gorefest“ im Evil-Dead-Remake 2013. Gut die Hälfte der Spielzeit sind für sie eine Tour de force, ohne dass indes die Brutalität des Aufeinandertreffens des Blinden und der drei Einbrecher überzeichnet oder überzogen inszeniert wäre. Das ist teils harte Kost, der Schrecken liegt aber mehr in der Ausweglosigkeit der Situation und dem erwähnten „Twist“ begründet.

Genre: Home Invasion/Thriller

Note: 2+

Fazit: Keine Neuerfindung des Horrorfilms, aber nicht zuletzt wegen der schauspielerischen Leistungen von Jane Levy und der physischen Präsenz von Stephen Lang allemal lohnenswert.

dontbreathe

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