Album: Layla Milou – Reborn

Einen Titel von Layla Milou hatten wir bei Ultimas Lagrimas ja bereits im Programm unserer Sendung am 6. November. Nun ist Gelegenheit, das komplette Album unter die Ohren zu nehmen.

Aus einem schwäbischen Kleinstädtchen mit dem malerischen Namen Rosenfeld stammt die Sängerin mit dem bürgerlichen Namen Yvonne Pfau ursprünglich. Das hört man „Reborn“ nicht an, weder im Negativen noch im Positiven – dass aus der Region Neckaralb hörenswerte Rock- und Metal-Musik kommt, ist ja nichts Neues, und das Album ist wohl auch am Rande des Ruhrgebiets entstanden.

Layla Milou - Reborn

7hard/New Music Distribution * layla-milou.de * 0:42:39 h * Heavy Rock

Die charakteristische Stimme Laylas ist die Stärke dieses Werks. Ein wenig Punk ist bei ihr herauszuhören, es dominiert aber das Rockröhrenhafte. Das passt sehr gut zu dem um ihren Klang herum komponierten Heavy-Sound, in den sich immer wieder Reminiszenzen an die Hochzeit des Hard Rock in den späten 80er und frühen 90ern einflechten.

Allerdings kann die Sängerin ihre stimmlichen Qualitäten nicht immer optimal ausspielen. Während manche Songs gut nach vorne gehen, enthält das Album auch einiges Füllmaterial, das vor sich hin dümpelt und bei einem umfangreicheren Oeuvre allenfalls als Beigabe als fünfter Track auf einer Single Verwendung gefunden hätten. So reihen sich in der Titelliste neben einigen Ausrufezeichen leider auch etliche Fragezeichen hinter die Stücke.

Fazit: Eine schlechte Platte ist „Reborn“ keinesfalls, man muss allerdings die Song-Diamanten aus dem Ballastsand sieben. Beim wiederholten Hören wird das Album jedenfalls nicht langweilig – für Vielfalt ist mit elf Titeln und einem Remix gesorgt.

Anspieltipp: Your own control, Track 9

Gesamtnote: 2,4

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