Manöverkritik: Devil-M

Es ist immer angenehm, wenn Musiker sich nicht zu ernst oder wichtig nehmen. Das war auch bei Devil-M der Fall, die die undankbare Aufgabe der Festivaleröffnung hatten: Die Jungs nahmen es mit Humor, dass lediglich eine Handvoll Besucher ihnen zuhörte und applaudierte, und ebenso dass mit der Technik nicht alles klappte.

Sänger Maximilian und seine Mitstreiter arbeiteten mit Video-Projektionen und Audio-Tracks aus dem Rechner. Das passte zu der Bühnenperformance mit vollem Körpereinsatz und dem reduzierten Sound der live gespielten Instrumente erstaunlich gut.

Sicher, Devil-M fehlt es noch ein wenig an Routine. Auch könnte die Band Songstrukturen und Arrangements noch besser auf Bühne und Live-Publikum abstimmen. Aber von allen beim X-Solidus-Festival spielenden Gruppen fanden UltimasLagrimas-Hörer Kai und ich die Musik von Devil-M am interessantesten – vielleicht gerade wegen der Nicht-Perfektion. Von dieser Band wird man bestimmt noch mehr hören.

Diese Konzert-Kurzrezension ist Teil des Gesamtberichts über das X-Solidus-Festival in Tübingen. Weitere Blog-Artikel gibt es zu Centhron, Angelspit, Vlad in Tears und Schock.

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