Manöverkritik: Centhron

Was Härte und Publikumszuspruch betraf, war der Auftritt von Centhron der Höhepunkt des X-Solidus-Festivals. Sehr schade, dass UltimasLagrimas-Fürst Krysa das verpasst hat.

Nach epochalem Intro legten Centhron-Chef Elmar Schmidt, seine Live-Musiker Markus Vogler und Sven Hegewald mit einer unglaublichen Lautstärke und Wucht los, die viele Metal-Bands alt und zahnlos wirken ließe. Gepaart mit einer beängstigenden Bühnenpräsenz ergab das die bemerkenswerteste Performance des Abends – egal ob man die Musik mag oder nicht.

Über die Live-Show der Aggrotech-Kapelle kann man geteilter Meinung sein. Ich persönlich hätte auf die optischen und akustischen Beiträge der Sprechtänzerin Louisa Hartwig gut verzichten können. Die obligatorische WK-I-Maske bei „Gasman“ störte mich hingegen nicht. Und das an diesem Abend bei den Vokalsiten beliebte Oberkörperentblößen konnte sich Elmar zumindest leisten.

Den Zuhörern gönnten Centhron keine Pause. Brachialer Knüppelaufdensacktrack auf wuchtige Presslufthammerballade zwangen drückende Bässe und kreischende Leadsounds förmlich zum Tanzen. Dieser Auftritt demonstrierte die direkte Umwandlung von Musik in Bewegung durch schiere Energie. Bemerkenswert.

Diese Konzert-Kurzrezension ist Teil des Gesamtberichts über das X-Solidus-Festival in Tübingen. Weitere Blog-Artikel gibt es zu Angelspit, Vlad in Tears, Schock und Devil-M.

2 Antworten to “Manöverkritik: Centhron”

  1. Ich finde man sollte ganz schön vorsichtig sein,wen man mit Anorexie betitelt,erst recht wenn man die Person nicht kennt! Zudem ist das ist eine ernstzunehmende Krankheit, die man nicht unbedacht in den Mund nehmen sollte.

    • Ein berechtiger Einwand, wenn man anorektisch mit an Anorexia Nervosa erkrankt gleichsetzt. Das war nicht beabsichtigt und wird entsprechend korrigiert.

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