Buch: Ringwelt

Niven, Larry: Ringwelt, Bergisch-Gladbach 1973, Bastei-Verlag; 287 Seiten

Larry Niven gilt als einer der bedeutenderen Science-fiction-Autoren der vergangenen 50 Jahre. Nach der Lektüre des preisgekrönten und mir allein schon dem Namen nach lange bekannten Romans „Ringwelt“ frage ich mich allerdings weshalb.

Es ist denkbar, dass das Werk in seiner Entstehungszeit progressiv und modern war. Und vergleicht man es mit Allmachts- und Kriegs-SF von damals, merkt man Niven durchaus einen eleganteren, leichteren Stil an.

Nur: Abgesehen von fantastischen Ideen und dem Faktor lockerer Unterhaltung packt mich „Ringwelt“ nicht. Man liest sich so durch und nickt wohlwollend zur Beschreibung des künstlichen Himmelskörpers sowie den kurzen Einblicken in dessen untergegangene Zivilisation. Die Abenteuerhandlung ist sehr geradlinig, die Beschreibungen bleiben meist an der Oberfläche, man gewinnt den Eindruck, dass der Autor mehr als den gegebenen Umfang benötigt hätte, um die vorhandenen Einfälle richtig auszuarbeiten.

So bleibt es bei einer wissenschaftlich verbrämten Abenteuergeschichte, die man lesen kann oder auch nicht. Mich persönlich motiviert das Buch jedenfalls nicht, weitere Larry-Niven-Werke in die Hand zu nehmen.

Bewertung: 3

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